Telekom will 100 Mbit/s über Kupfer-Leitungen anbieten

Deutsche-Telekom

Neusten Informationen zufolge plant die Deutsche Telekom höhere Internetzugangsgeschwindigkeiten auf kupferbasierenden Leitungen anzubieten. So ist von Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde die Rede. Grund hierfür dürfte sein, dass die Kosten für den, von der Bundesregierung geforderten, flächendeckenden Ausbau breitbandiger Internetzugänge im Rahmen bleiben sollen. So ist die weitflächige Versorgung deutscher Haushalte mit Glasfaserkabel für die Telekom kostenmäßig nicht zu stemmen.

Bei der so genannten FTTH- (fiber to the home) Technik werden Glasfasern bis in die Wohnung des Kunden verlegt. Dies ermöglicht zwar sehr breitbandige Internetzugänge, hat aber den Nachteil, dass neue Glasfasern verlegt werden müssen, da nur die wenigsten Haushalte derzeit mit dieser Technik versorgt sind. Kupferkabel hingegen sind in ganz Deutschland bis zu jedem Kunden verfügbar. Die neuen 100 Mbit Anschlüsse dürften auf der heutigen VDSL Technik basieren. Dabei werden lediglich die letzten Meter vom Kabelverzweiger zum Hausanschluss mit kupferbasierenden DSL Anschlüssen versorgt. Die Verbindungen von der Vermittlungsstelle hin zum Kabelverzweiger werden mit Glasfasern versorgt. Diese Glasfaserverbindungen sind heute schon in vielen deutschen Städten verfügbar, so dass die Deutsche Telekom lediglich das Übertragungsprotokoll auf der so genannten Last Mile anpassen muss. Als Übertragungstechnik könnte das von Nokia Siemens Network entwickelte “Phantom-DSL” zum Einsatz kommen, das wesentlich höhere Verbindungsgeschwindigkeiten als VDSL ermöglicht.

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